Seminare für BR, JAV und SBV
Bildungsurlaub

Entgelt, ERA und Arbeitszeit

Der Teufel steckt bekanntlich im Detail. Mit diesen Angeboten erhaltet ihr themenspezifische Spezialisierungen und werdet von Fachreferent*innen zu „Mitbestimmungs-Expert*innen“ weitergebildet. 

Arbeitszeit und Manteltarifvertrag

Die Manteltarifverträge regeln die grundlegenden Bedingungen der Arbeitsverhältnisse in tarifgebundenen Betrieben.

Das gilt insbesondere (aber nicht nur) für Arbeitszeitfragen. Tarifvertragliche Regelungen sind betrieblich konkret umzusetzen. Mit der Arbeitgeberseite entstehen dabei nicht selten Streitigkeiten zur Auslegung und praktischen Anwendung. Damit die tariflichen Bestimmungen verlässlich im Sinne der Beschäftigten wirken, braucht es kompetente und durchsetzungsstarke Betriebsratsmitglieder. 

Dieses Einsteiger*innen-Seminar vermittelt deshalb nicht nur inhaltliche Grundkenntnisse zu den Themen Arbeitszeit und sonstige Bestimmungen der Manteltarifverträge in den Tarifgebieten im Bezirk Mitte. Neben den fachlichen Themen stehen auch die Umsetzungsstrategien der Interessenvertretung im Mittelpunkt. Dabei geht es vor allem um die Manteltarifverträge; aber es werden auch andere Tarifverträge (TV T-ZUG, TV Beschäftigungssicherung) behandelt. Kolleg*innen aus anderen Branchen als der Metall- und Elektroindustrie sind ebenfalls willkommen, ihre Themen werden einbezogen!
Zielgruppe
Betriebsratsmitglieder aus tarifgebundenen Betrieben aller Branchen im Organisationsbereich der IG Metall

Themen des Seminars

  • Arbeitszeit, insbesondere „normale“, „verkürzte“ und „verlängerte“ Vollzeit
  • Tarifliches Zusatzgeld (T-ZUG) und tarifliche Freistellungszeit
  • Kurzarbeit und vorübergehende Arbeitszeitabsenkung nach TV Beschäftigungssicherung
  • Mehrarbeit, Wechselschichtarbeit, Nachtarbeit, Sonn- und Feiertagsarbeit, Zuschläge
  • Entgeltfortzahlung, Arbeitsunfähigkeit, Verdienstsicherung
  • Urlaubsregelungen
  • Kündigungsfristen
  • Durchsetzung von tariflichen Ansprüchen, Vorgehensweise für die Interessenvertretung

Seminarnummer: A20021350117
27.10.2021 - 29.10.2021   |   Friedrichsdorf
Dennis Faupel
630 € zzgl. Unterkunft und Verpflegung

Nutzen für die Praxis

  • Sicherheit bei Arbeitszeit-Streitigkeiten
  • Neue Argumente für Arbeitszeit-Betriebsvereinbarungen


Arbeitszeiterfassung nach dem EuGH-Urteil

Die EU-Staaten müssen sicherstellen, dass Arbeitgeber die täglich geleistete Arbeitszeit jeder Arbeitnehmer*in erfassen.

Das hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) in einem Urteil 2019 entschieden. Nur mit einer systematischen Arbeitszeiterfassung lasse sich feststellen, ob die zulässigen Arbeitszeiten überschritten werden. Die Aufzeichnungspflicht ergibt sich aus der Arbeitszeitrichtlinie und der Grundrechtecharta der EU.

Nutzen für die Praxis

  • Sicherheit bei Arbeitszeit-Streitigkeiten
  • Neue Argumente für Arbeitszeit-Betriebsvereinbarungen


Zielgruppe
BR

Themen des Seminars

  • Vorstellung der Rechtsprechung des EuGH
  • Auswirkungen auf die Praxis, Erfahrungen seit 2019
  • Tarifliche Regelungen zur Arbeitszeiterfassung


Seminarnummer: A20021340101
11.11.2021 - 11.11.2021   |   Frankfurt am Main
Isabella Albert, Verena Dohna-Jaeger
210 € zzgl. Unterkunft und Verpflegung

Nutzen für die Praxis

  • Hinterfragen der Einflüsse, die sich aus diesen Prozessen für die Entgeltgestaltung ergeben
  • Bewerten, ob und wie sich Eingruppierungen durch diese Prozesse verändern
  • Einschätzen, inwieweit Entgeltgrundsätze/-methoden noch passend sind?
  • Ermöglichen einer Auswahl des Entgeltgrundsatzes, der auch in der zukünftigen Arbeitswelt der Leistungsgerechtigkeit am besten Rechnung trägt
  • Aufzeigen von Handlungsmöglichkeiten für eine Leistungsregulation innerhalb dieser veränderten Arbeitswelt Handlungsbedarfen

Entgeltgestaltung im Rahmen der Transformation

Die aktuelle Wirtschaftssituation sowie der Einfluss der Digitalisierung und des Klimawandels sorgen für neuartige Anforderungen.

Der Transformationsprozess ist betrieblicher Bestandteil geworden, und der strukturelle Veränderungsgrad ist erheblich. Jede*r Einzelne ist mehr oder weniger stark von Veränderungen betroffen. Dabei sind verschiedenen Branchen und Arbeitsbereiche auf unterschiedliche Art und Weise berührt. Vonseiten der Arbeitgeber steht hierbei häufig die Erhöhung der Erträge im Vordergrund. Faktoren wie Kostenreduzierung, Durchlaufzeiten, Lieferfähigkeit und Qualität bilden den Schwerpunkt von Optimierungs- und Veränderungsprozessen im Rahmen der Transformation. Darüber hinaus ist jegliche Verschwendung im Unternehmen zu eliminieren, und die Wertschöpfung ist zu steigern. Agile Arbeit und Methoden wie Lean, SMED, KVP, Wertstromanalysen usw. sind heute Standard und Treiber dieser Veränderungsprozesse. Der Betriebsrat trägt hierbei eine hohe Verantwortung – insbesondere auch im Rahmen der Entgeltgestaltung.

Nutzen für die Praxis

  • Hinterfragen der Einflüsse, die sich aus diesen Prozessen für die Entgeltgestaltung ergeben
  • Bewerten, ob und wie sich Eingruppierungen durch diese Prozesse verändern
  • Einschätzen, inwieweit Entgeltgrundsätze/-methoden noch passend sind?
  • Ermöglichen einer Auswahl des Entgeltgrundsatzes, der auch in der zukünftigen Arbeitswelt der Leistungsgerechtigkeit am besten Rechnung trägt
  • Aufzeigen von Handlungsmöglichkeiten für eine Leistungsregulation innerhalb dieser veränderten Arbeitswelt Handlungsbedarfen

Zielgruppe
Betriebsräte

Themen des Seminars

  • Aktuelle Tendenzen bei Veränderungsprozessen in der heutigen Arbeitswelt
  • Wie sehen und verarbeiten die Kolleg*innen die betrieblichen Entwicklungen, und wie erleben sie ihre persönliche Arbeitssituation? Inwieweit verändert sich die »übertragene Arbeit« mit den betrieblichen Optimierungen/Veränderungen?
  • Diskussion der Auswirkungen und Ansätze im Hinblick auf die anforderungsbezogene Entgeltfindung
  • Kennzahlen und andere Leistungsindikatoren im Rahmen der betrieblichen Optimierungen/Veränderungen
  • Beispielhafte Entgeltansätze im Rahmen von Lean und KVP
  • Diskussion der Auswirkungen und Ansätze in Hinblick auf Entgeltgrundsätze und Entgeltmethoden auch im Zusammenhang mit tariflichen und betriebsverfassungsrechtlichen Regelungen
  • Erstes (vorläufiges) Bewerten und Ableiten von Ziele des Seminars

Seminarnummer: A20021350118
14.06.2021 - 16.06.2021   |   Bad Soden
Martin Lott
630 € zzgl. Unterkunft und Verpflegung
Seminarnummer: A20021350119
22.11.2021 - 24.11.2021   |   Friedrichsdorf
Martin Lott
630 € zzgl. Unterkunft und Verpflegung

Leistungsbeurteilung bei mobiler Arbeit

Noch nie haben so viele Arbeitnehmer*in »mobil« gearbeitet bzw. waren im Homeoffice tätig wie aktuell.

In diesem Zusammenhang ist der Betriebsrat bei der Ausgestaltung und der Sicherung wichtiger Schutzstandards gefragt. Neben generellen Regelungen zur Durchführung sollte der Betriebsrat hierbei auch die Leistungsdynamik im Blick haben. Wie verändert sich das Leistungsverhalten der »mobil« Arbeitenden, und welche Auswirkungen ergeben sich auf das Thema Leistungsbeurteilung? Euch für dieses Thema zu sensibilisieren, den Blick auf den Zusammenhang von Leistung und Entgelt im Rahmen mobiler Arbeit zu schärfen und erste Handlungs- und Gestaltungsansätze aufzuzeigen, ist Ziel dieses Seminares.

Themen des Seminars

  • Verständnis und Erfahrung zu mobiler Arbeit bzw. Homeoffice
  • Wie verändert sich Führung im Zusammenhang mit mobiler Arbeit bzw. Homeoffice?
  • Wie verändern sich Arbeitsbedingungen und damit einhergehend auch die Leistungserwartungen und das Leistungsverhalten im Rahmen mobiler Arbeit bzw. Homeoffice?
  • Was sind bei mobiler Arbeit bzw. Homeoffice die Kriterien für eine Leistungsbeurteilung, bzw. wie verändern sich bestehende Beurteilungskriterien in diesem Zusammenhang?
  • Grundlagen der Leistungsbeurteilung – nach dem Entgeltrahmenabkommen (ERA) oder betriebsspezifisch
  • Betrachtung betriebsverfassungsrechtlicher wie auch tariflicher Regelungen im Zusammenhang mit dem Thema Leistungsbeurteilung.
  • Alternativen zur Leistungsbeurteilung im Rahmen einer leistungsbezogenen Vergütung im Zusammenhang mit mobiler Arbeit bzw. Homeoffice
  • Ableiten von ersten betrieblichen Handlungsfeldern und Regelungsbedarfen

Seminarnummer: A20021350121
27.10.2021 - 29.10.2021   |   Friedrichsdorf
Martin Lott
630 € zzgl. Unterkunft und Verpflegung

PRAXISDIALOG ENTGELT: VERÄNDERUNGEN, SCHWIERIGKEITEN UND GUTE PRAXIS

Durch die Einführung des ERA-Tarifvertrags sind die Eingruppierungsbestimmungen und die Gestaltung der Entgelt- und Leistungsbedingungen neu geregelt worden.

Auch betriebliche Transformationsprozesse können und werden die Arbeits- und Leistungsbedingungen enorm verändern. Das wiederum hat Auswirkungen auf Arbeits- und Leistungsbewertung der Beschäftigten. Dadurch wird es dringend erforderlich, die bestehenden gesetzlichen und tarifvertraglichen Regelungen zu überprüfen. Um das leisten zu können, muss sich der Betriebsrat mit den aktuellen Fragestellungen auseinandersetzen.

Dieser Austausch unter Praktiker*innen soll zum einen mögliche Veränderungen identifizieren, zum anderen Schwierigkeiten im Umgang und mit der Umsetzung von Eingruppierungsbestimmungen verdeutlichen. Er soll aber auch Mut machen und Beispiele guter betrieblicher Praxis geben. 
Zielgruppe
Betriebsräte

Themen des Seminars

  • Überblick und Austausch über veränderte oder sich verändernde Arbeitsorganisation
  • Betrachtung der beobachtbaren bzw. zu erwartenden Leistungsveränderungen oder gar -verdichtungen
  • Gestaltungschancen des Betriebsrats anhand der Mitbestimmungsrechte des Betriebsverfassungsgesetzes
  • Möglichkeiten individueller, aber auch kollektiver Lösungsideen, bis hin zu Reklamationsrechten
  • Vorstellung verschiedener Beispiele der betrieblichen Praxis
  • Diskussion über Stärken und Schwächen ausgewählter Vereinbarungen, incl. der erforderlichen Voraussetzungen und Umsetzungsstrategien

Seminarnummer: OX09821
01.12.2021 - 03.12.2021   |   Bad Orb
Manfred Essigkrug, Sebastian Pieper
825 € zzgl. Unterkunft und Verpflegung

REDEN WIR ÜBER GELD!

Eingruppierungen und Umgruppierung, aber auch Leistungsbemessung führen immer wieder zu Konflikten zwischen den handelnden Akteuren im Betrieb.

Grund genug als Betriebsrat, dieses Thema strukturiert anzugehen und für Verhandlungen - z.B. im Rahmen paritätischer Kommissionen - bestmöglichst vorbereitet zu sein. Dieses Seminar vermittelt Betriebsrätinnen und Betriebsräten aus Betrieben im Bezirk Mitte (Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Thüringen) die erforderlichen Kenntnisse dafür.

Behandelt werden zum einen Instrumente aus dem Projektmanagement, mit denen sich die Entgeltarbeit im Betrieb strukturieren lässt. Zum anderen geht es um Themen wie den Ablauf von Verhandlungen, Ergebnisssicherung und Bewältigungsstrategien für festgefahrene Verhandlungssituationen. Diese werden nicht nur theoretisch vermittelt, sondern auch praktisch geübt und reflektiert.
Zielgruppe

Basiswissen im Überblick

Betriebsräte

Themen des Seminars

  • Grundlagen von Rhetorik und Kommunikation
  • Struktur eines Verhandlungsprozesses kennenlernen
  • Wege zur Konsensfindung
  • Absprachen festhalten
  • Kommunikationsübungen durchführen
  • Praxissimulation und Reflexion

Seminarnummer: OX24621
14.11.2021 - 17.11.2021   |   Bad Orb
Manfred Essigkrug, Sebastian Pieper
825 € zzgl. Unterkunft und Verpflegung

WIE VIEL IST ARBEIT WERT?!

Die Frage nach dem Wert der Arbeit wird in tarifgebundenen Betrieben der Metall- und Elektroindustrie nach den Maßstäbender ERA-Tarifverträge entschieden.

Für betriebliche Interessenvertreter*innen ist es deshalb wichtig diese Maßstäbe und die daran geknüpften Verfahrensweisen gut zu kennen, um sie im Sinne der Beschäftigten einsetzen zu können. Dieses Seminar richtet sich an Betriebsrät*innen aus dem Bezirk Mitte (Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Thüringen). Angesprochen sind speziell die, die sich in Entgelt- oder Personalausschüssen schwerpunktmäßig mit Themen von Arbeitsbewertung und Eingruppierung auseinandersetzen. 

Beantworten werden wir im Seminar unter anderem die folgenden Fragen:

  • Welche Grundsätze sind für die Bewertung von Arbeit wichtig?
  • Nach welchen Kriterien wird im Rahmen der ERA-Tarifverträge bewertet?
  • Wie gehe ich mit Veränderungen des Arbeitsplatzes, der Arbeitsorganisation und/oder »schleichenden« Versetzungen um?
  • Welche gesetzlichen und tarifvertraglichenMöglichkeiten haben Betriebsrat und Beschäftigte, um Eingruppierung zu reklamieren?
  • Darüber hinaus werden wir an zahlreichen Beispielen die Arbeitsbewertung und Eingruppierung praktisch erproben.

Blended Learning

Die Modulreihe beinhaltet jetzt auch zusätzliche „Blended Learning“ Angebote. Nach den Seminarwochen „Wie viel ist Arbeit wert?“ und „Welche Leistung, welches Geld?!“ finden, an bereits festgelegten Tagen, jeweils begleitende Online-Einheiten statt. Zur Verfügung stehen unterschiedliche Kommunikationsplattformen im Internet. Die Einzelheiten sprecht ihr in der Gruppe am Ende der Seminarwoche mit dem Referenten ab.
Zielgruppe
Betriebsräte

Themen des Seminars

  • Überblickswissen Tarifverträge
  • Arbeitsbewertung – was ist das?
  • Einordnung der Grundentgeltdifferenzierung in die Tarifsystematik und neue Regelungen in den ERA-Tarifverträgen der Mittelgruppe und Thüringens
  • Mitbestimmungs-, Mitwirkungs- und Beteiligungsrechte des Betriebsrats bei Ein- und Umgruppierung sowie Versetzung
  • Grundsätze zur Eingruppierung (Anforderungsbezug und ganzheitliche Betrachtung der Anforderungen, Wertigkeitsprägung)
  • Beschreibung und Bewertung der Arbeitsaufgaben
  • die Rolle der Niveau-, Richt- und Orientierungsbeispiele
  • Eingruppierung in der Praxis anhand von Fallbeispielen (Übungen)
  • Regularien zur Lösung von Konflikten
  • Bestimmungen zur Sicherung des Grundentgeltanspruchs
  • Schnittstelle Grund-/Leistungsentgelt



Seminarnummer: OX23821
19.09.2021 - 24.09.2021   |   Bad Orb
Manfred Essigkrug, Sebastian Pieper
1.050 € zzgl. Unterkunft und Verpflegung
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